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Boardtuning

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Heißes Gleiten mit harten Kanten

Für alle, die es schon immer wissen wollten.

Der Typ im Snowboardshop ist wirklich kein Zauberer: Was der kann, kannst du schon lange. Und das viel billiger und vor allem regelmäßig. Ein Snowboard zu wachsen und zu pflegen ist weder Zeitverschwendung noch unnützes Übel. Ein schneller Belag und eine scharfe Kante werden deine Perfomance entscheidend verbessern. Dein Brett wird leichter drehen, besser gleiten und einfacher zu führen sein. Außerdem wird der Belag geschont und hält länger. Die entsprechenden Werkzeuge und Materialien gibt es bei deinem Snowboardhändler - eine Anschaffung, die sich bezahlt macht.

Das Kantentuning erster Teil

Wegen der Dämpfe, die beim Wachsen entstehen können, solltest du das Boardtuning in einem durchzugsfreien Raum erledigen.

Zuerst musst du die groben Schadstellen an der Kante glätten. Das Entfernen von Rost, Brauen und Unebenheiten der Kante geschieht mit einem Schleifgummi. Verhärtungen an der Kante entfernst du mit einem harten Schleifstein.

Belagsreinigung

Jetzt ist der Belag dran. Ein verschmutzter Belag wirkt sich negativ auf das Fahrverhalten des Boards aus. Wer einen ungereinigten Belag einwachst, lässt den Schmutz regelrecht in den Belag einziehen. Ein schmutziger Belag kann außerdem kein Wachs aufnehmen. Deshalb vor der Wachsung unbedingt Base Cleaner auftragen, einwirken lassen und mit einem sauberen Tuch abwischen.

Es folgt die Reparatur grober Schadstellen im Belag. Dazu benötigst du einen Reparaturstift (oder Reparaturpulver). Zuerst wird die Schadstelle vollständig freigelegt und gereinigt. Danach den Reparaturstift anzünden und das Belagsmaterial auf die entsprechende Stelle eintropfen. Rußbildung vermeidest du, indem du so nahe wie möglich mit dem Stift zum Belag gehst.
Sobald der Belag wieder vollständig (!) abgekühlt ist, kannst du überschüssiges Reparaturmaterial mit einer Feile oder einer Spachtel entfernen. Mit einem Schleifpapier wird das abschließende Finish besorgt.

Das Kantentuning zweiter Teil

Zum Schärfen der Kante brauchst du einen Kantenschleifer. Gute Edge-Sharpener haben schwenkbare Klemmschalen, die individuelles Schrägstellen der Feile bei voller Längsklemmung erlauben. Entsprechende Markierungen für 20 mm bzw. 30mm breite Feilen sorgen für die optimale Feilenposition.
 

Das Gerät mit eingespannter Feile an die Lauffläche anschlagen und mit gleichmäßigem Druck über die Kante ziehen (keine Stossbewegungen!!! ). Meistens ridet man mit einem Winkel von 89° oder 88°. Für maximale Performance auf eisigem Gelände bis zu 86° schleifen, um der Kante den nötigen "Grip" zu geben. Präzisionsfeilen schleifen die belagsseitige (hängend) sowie die Kantenaußenseite in einem Arbeitsgang mit einem Winkel von 1°. Der daraus resultierende 90°-Winkel der Kante sorgt für optimales Fahrverhalten auf den am häufigsten vorkommenden Pistenverhältnissen.

Mit dem weicheren Schleifgummi werden die Kanten nach dem Kantenschliff ca. 5 cm von der Lauffläche an Nose und Tail "entschärft" (Kante brechen). Nach der abschließenden Bearbeitung mit dem Hard Stone sowie dem Soft Stone kann Dir eine noch so harte und vereiste Piste nichts mehr anhaben.

WAXING

Das Wachs heiß einzubügeln ist nach wie vor die Nonplusultra-Variante für ein optimal präpariertes Board, das gut drehen und voll abgehen soll. Die Wachsart und -dosis (pur oder mix) sollten den Schneeverhältnissen und der Schneetemperatur angepasst sein. Wenn Schneebeschaffenheit und -temperatur nicht voraussehbar sind, liefert Universalwachs hervorragende Ergebnisse.

Zuerst solltest Du sämtlichen Schmutz und Staub vom Belag entfernen. Danach das Wachs gegen das warme Bügeleisen drücken und gleichmäßig auf den Belag auftropfen.
 
Nun wird das Wachs in den Belag eingebügelt. Einfach das Bügeleisen in langsamer Vorwärtsbewegung über den gesamten Belag führen, so dass sich das Wachs über die gesamte Base verteilt. Sobald sich beim Auftropfen oder beim Einbügeln Rauch bildet, entwickelt das Bügeleisen zuviel Wärme und muss etwas zurückgestellt werden.

Abziehen und Aufbürsten

Das Wachs-Abziehen und das Ausbürsten des Belags sind für das Resultat der Heißwachsung äußerst wichtig. Sobald sich der Belag wieder abgekühlt hat, wird das überschüssige Wachs, welches nicht in den Belag eingedrungen ist, mit dem Base-Scraper (breite, linealförmige Spachtel) von der Nose zum Tail abgezogen.
Wachs, welches sich auf der Kante befindet, kann mit der Aussparung an der Ecke des Base-Scrapers entfernt werden.
Um die Struktur des Belags wieder freizugeben, wird dieser mit einem Nylonpinsel ebenfalls in Richtung Nose zu Tail ausgebürstet. Mit einer Pferdehaarbürste werden das Finish und die "Entladung" des Belags besorgt. Mit einem Polier-Pad werden schließlich noch allerfeinste Wachsreste in den Belag poliert. Die Wirkung der Heißwachsung wird mit dieser Nachbehandlung intensiviert und verlängert. Wer das letzte aus seinem Board herauszuholen will, sollte ein "Fluor Gel" als finale Schicht verwenden. Diese hochfluorisierte Rennpaste wird nur mit einem Baumwolltuch in den Belag poliert. Die Geheimwaffe vieler Pro-Rider!
 

Kaltwachsung

Das Wachs für zwischendurch. Kaltwachsen ist einfach, problemlos und schnell. Man trägt das Wachs auf, poliert kurz und erhält so einen glänzenden, spiegelglatten Glas-Finish, der lange hält und hervorragend gleitet. Kaltwachse eignen sich auch als Belagsauffrischer und können problemlos in der Tasche mitgeführt werden.
Wichtig: Der Boardbelag sollte trocken sein - falls dies nicht der Fall ist, mit einem Tuch kurz trocken wischen. Einfach auf den Belag aufreiben und mit dem dazugehörenden Filz in den Belag einpolieren - fertig! Ähnlich einfach in der Handhabung sind Flüssigwachse.
 
Letzte Änderung amSamstag, 22 Dezember 2012 15:03
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